Wenn sich das Leben nicht an das Drehbuch hält!
Rein und raus aus Spitälern. Gottes Führung, Gnade und Hilfe. Blinddarm OP!
Ich, Esther hatte gerade eine sehr starke Grippe hinter mir als Andreas sich krank fühlte. Erst dachten wir er habe dasselbe, als aber sein Fieber immer höher und die Schmerzen im Kopf und Körper immer stärker wurden, fuhren wir ins Spital1. Diagnose: Typhus, Grad 5! Was sehr hoch ist. Er bekam starke Antibiotika und Schmerzmittel. Zur selben Zeit lagen seine Baumitarbeiter ebenfalls flach, jedoch jeder mit was anderem. Alle drei sind wieder auf den Beinen und Gesund. Kaum war dies überstanden, klagte «R.» über sehr starke Rückenschmerzen und konnte sich bald nicht mehr bewegen. Es blieb uns nichts anderes übrig als mit ihm ins Spital1 zu fahren, wo ihm sehr starke Schmerzmittel verabreicht wurden. Einige Tage später…
Es ist Schulschluss und einige Kinder mussten auf die zweite Fahrt mit dem Bus warten. In dieser Zeit machen wir oft ein Bibel-Quiz, um ihnen die Wartezeit zu verkürzen. So auch an diesem einen Donnerstag. «Y.» ging es schlagartig nicht mehr gut. Sie brachte Biblische Geschichten krass durcheinander, konnte sich plötzlich nicht mehr an ihren Namen, an den Namen ihres Mannes oder der Tochter erinnern. Als wir die Nachricht bekamen, läuteten bei uns alle Alarmsysteme. «Krankenhaus sofort!» Bei erstem Spital1 angekommen, sprang ich Esther aus dem Auto raus und in die Notaufnahme rein. Als ich meine Vermutung aussprach, rannte das ganze Ärzteteam raus zum Bus, kurzer Check an der Patientin und wir wurden zum nächsten Spital2 geschickt. Dort angekommen wurde «Y.» gleich aufgenommen und überwacht. Zur selben Zeit wurden die Rückenschmerzen ihres Mannes so schlimm, dass wir uns mehr Sorgen um ihn, als um sie machten. Wir besprachen uns mit einem andern Teammitglied darüber und entschlossen wir bestellen den Arzt für ihn. Gesagt getan. Auch er wurde stationär aufgenommen. Nun ging die Rennerei erst los: Apotheke: Medikamente, Spritzen, Infusionen etc. abholen. Die Anmeldungen von beiden. Labor: Blutproben hinbringen, warten und die Resultate zurück zum Arzt bringen und in derselben Zeit versuchte «N.» zu regeln, dass wir die beiden in ein Zimmer bekommen, um unser Team etwas zu entlasten. Was nach langem Kampf, dem Herrn sei Dank, auch bewilligt wurde. Dann noch Wasser und Essen für die beiden und für die Betreuungsperson kaufen und wieder gings, spät nachts, nach Hause. Am Samstag, derselben Woche, hatten einige Arzttermine im Spital1. Ich (Esther) begleitete «N.» zum Arzt und anschliessendem zum Ultraschall. Verdacht: Blinddarmentzündung. Und der nächste Besprechungstermin in 2 Wochen. Herr wenn wir vorher einen Termin brauchen: HILF, BITTE! Als wir fertig waren und auf dem Weg ins Spital2, um zu sehen, wie es den anderen beiden ging, kam ein Anruf rein von «A.». Er fühlte sich nicht gut und hatte viel Blut im Stuhl. Hilfe wie bekommen wir den so schnell wie möglich hier her. Alle Fahrer waren in Manokwari! Er kam dann mit dem Taxi. Wir fuhren mit ihm zurück ins Spital1 und dort wurde er gleich stationär aufgenommen. Da er nichts dabeihatte (Kleidung, Hygieneartikel oder Bettwäsche), fuhren Andreas und ich zum Einkaufen. Eine befreundete Person willigte ein ihn zu betreuen. Danke Herr! Beim Checkup Besuch bei «A.» am Montagabend, traf «N.» ihren Arzt im Treppenhaus und fragte für Schmerzmittel. Dieser: Ich gebe ihnen keine, kommen sie morgen zur Besprechung. Was sie auch tat. Seine Anweisung: ab sofort nichts mehr essen. OP noch am selben Tag. Sie voller Panik und Angst fuhr nach Hause. Dort hatte ich mit ihr ein sehr langes Gespräch und sie willigte ein. So packen für sie und für mich, denn ich versprach ihr, dass ich nicht von ihrer Seite weichen werde. («N.» ist die Frau, welche im September ihren Mann verlor, Ärzte und Krankenhäuser machen ihr unheimliche Angst) Am Nachmittag fuhren wir zurück nach Manokwari ins Spital1, wo ja auch «A.» lag. Dieser erhielt in der Zwischenzeit die Entlassungspapiere. Einer raus - eine rein. Die Belegschaft kennt uns nun schon recht gut. Die OP wurde dann wegen eines schweren Verkehrsunfalls, auf den nächsten Morgen verschoben. Nach einer sehr langen Nacht mit nur wenig schlaf, gings zur OP. Ich durfte sie bis zur Tür vom Operationssaal begleiten und der Arzt versprach ihr, dass ich schon an der Tür stehe, wenn alles vorbei sei. Was er auch tat, bevor sie aus dem OP geschoben wurde, holte er mich. Nun hiess es sie zu überwachen, die Schwestern zu holen, wenn die IV leer oder nicht richtig laufen wollte, pflegen/waschen, beruhigen, Essen kochen oder besorgen und versuchen es ihr so angenehm als möglich zu machen. Was zu vielen verdutzen Gesichtern führte, wenn das Pflegepersonal oder ein Arzt das Zimmer betrat, denn wir schoben sie mit dem Bett oft in die Luftrichtung der Klimaanlage, um sie abzukühlen.
Wir durften in dieser Zeit in diversen Zimmern für Patienten beten gehen, darunter für einen kleinen Jungen, welcher in meiner Klasse ist und ebenfalls wegen seines Blindarms im Krankenhaus behandelt wurde. Viele gute und tiefe Gespräche mit den Angehörigen, Ärzten und dem Pflegepersonal.
